Die Europäische Weltraumorganisation meldet, dass die Rosetta-Mission bis September 2016 verlängert wird. Das sind neun Monate mehr, als ursprünglich geplant waren!
Rosettas Abenteuer begann 2004, als die Sonde ins All geschickt wurde, um den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko zu finden. Zehn lange Jahre flog das kleine Raumfahrzeug durch das Sonnensystem, bis es den Kometen im August vergangenen Jahres endlich erreichte.
Doch damit war Rosettas Arbeit noch nicht beendet. Tatsächlich hatte sie gerade erst begonnen! Rosettas erste Aufgabe bestand darin, Philae, der kleinen Sonde, die sie an Bord hatte, bei der sicheren Landung auf der Oberfläche des Kometen zu unterstützen. Ihre nächste Aufgabe ist es, den Kometen auf seiner Reise um die Sonne zu begleiten.
Dabei wird sie erfassen, wie sich der Komet beim Erreichen des Perihels verändert. Das ist der Punkt auf der Umlaufbahn des Kometen, der der Sonne am nächsten ist. Dieses Ereignis wird sicher sehr interessant!

Ein Komet ist ein riesengroßer, schmutziger Schneeball vom kalten äußeren Rand unseres Sonnensystems. Je näher er der Sonne kommt, desto mehr des gefrorenen Materials auf seiner Oberfläche schmilzt – dann dampft er wie ein Teekessel. Das ist der spektakuläre „Schweif“, den wir manchmal am Nachthimmel sehen können.
Und weil ihre Mission jetzt verlängert wurde, wird Rosetta Komet 67P während des Durchgangs durch das Perihel und darüber hinaus studieren. Die Erfassung dieses Ereignisses von Anfang bis Ende, also mit Vorher- und Nachher-Daten, wird viele neue Erkenntnisse darüber liefern, wie sich Kometen im Laufe der Zeit verändern – besonders, wenn sie der Sonne nahe kommen.
Doch was passiert im September 2016, wenn die Rosetta-Mission endgültig abgeschlossen ist? Derzeit plant man, Rosetta auf 67P, den sie so lange begleitet hat, landen zu lassen. So bleiben die beiden für den Rest der Reise durch das Sonnensystem zusammen.
Interessante Tatsache: In den neun zusätzlichen Monaten wird Rosetta uns zudem die Gelegenheit bieten, einen genauen Blick auf Philae zu werfen, die Sonde, die auf der Oberfläche des Kometen gelandet ist.