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Huygens schreibt Geschichte auf dem Titan

Artist's impression of Huygens touchdown
Künstlerische Darstellung der Landung von Huygens
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Mit ihrer erfolgreichen Landung auf dem Titan, dem größten Mond des Saturns, hat die ESA-Raumsonde Huygens heute Geschichte geschrieben.

Die am Nachmittag im Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt, Deutschland, eingetroffenen Signale zeigen, dass das untertassenförmige Raumschiff den heißen Eintritt in die dichte Atmosphäre des Titans überlebt hat.

Dies war der erste erfolgreiche Versuch der Menschheit, eine Sonde auf einer planetgroßen Welt in den fernen, äußeren Gefilden des Sonnensystems abzusetzen.

Nach einem siebenjährigen Huckepackflug an Bord von Cassini wurde Huygens am 25. Dezember von seinem Mutterschiff abgekoppelt.

Huygens descending with parachute
Huygens im Fall mit dem Fallschirm

Zunächst flog Huygens dann 20 Tage allein durch den Weltraum und brach schließlich heute um 11 Uhr 13 (10 Uhr 13 GMT) in die obere Titanatmosphäre ein. Die mit einem Hitzeschild geschützte Sonde verlangsamte ihren Flug in nur drei Minuten von 18.000 auf 1.400 km pro Stunde.

Bald darauf öffnete sich ein großer Fallschirm. In einer Höhe von ungefähr 160 km fingen die Instrumente der Raumsonde dann an, Bilder aufzunehmen und die Atmosphäre zu untersuchen. Mehr als zwei Stunden lang empfing und speicherte das über der Sonde fliegende Mutterschiff Cassini Daten von Huygens.

Da der Saturn im Moment 1.200 Millionen km von der Erde entfernt ist, brauchen die Signale von Cassini 67 Minuten, bis sie auf der Erde eintreffen.

Endlich fing ein großer Funkempfänger in den USA die schwachen Flüstertöne der Cassini auf. Die Daten wurden zur Auswertung an das ESOC weitergesendet. Und damit hatte das unerträgliche Warten der Wissenschaftler ein Ende.

„Der Titan ist eine faszinierende Welt und jetzt warten wir gespannt auf die Ergebnisse,” sagte Professor David Southwood, Leiter des wissenschaftlichen Programms der ESA.