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ESA-Astronaut auf Mission in Sachen „dunkle Materie“

ESA astronaut to launch on dark matter mission
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Schau dich um! Es scheint ganz selbstverständlich, dass alles aus Feststoffen, Flüssigkeiten und Gasen besteht. Doch deine Augen werden getäuscht. Der Großteil des Universums setzt sich nicht aus normaler Materie zusammen. Es scheint hingegen weitgehend aus rätselhafter dunkler Materie und sogar noch rätselhafterer dunkler Energie zu bestehen. Um mehr über dieses unsichtbare Universum zu erfahren, wird schon bald ein leistungsfähiges neues Instrument, das so genannte AMS-02 (Alpha-Magnet-Spektrometer), zur Internationalen Raumstation (ISS) geliefert.

Das AMS-02 wird Ende April im Rahmen des letzten Fluges des Space Shuttles „Endeavour“ zur Station gebracht. Mit an Bord sein werden außerdem der ESA-Astronaut Roberto Vittori und fünf weitere Besatzungsmitglieder. Roberto ist der erste ESA-Astronaut, der dreimal zur Raumstation fliegt. Er wird zudem der letzte Europäer – und der letzte Nicht-Amerikaner – sein, der mit dem Shuttle fliegt.

Eine seiner Aufgaben wird es sein, den Teilchendetektor AMS-02 mit dem Roboterarm der „Endeavour“ aus dem Laderaum zu heben und an der ISS zu befestigen. Das sieben Tonnen schwere Instrument wird mindestens drei Jahre lang in Betrieb sein. Es wird messen, was geschieht, wenn hochenergetische Teilchen, sogenannte kosmische Strahlung, aus fernen Galaxien eintreffen. Etwaige seltsame Teilchen, die durch den Aufprall dieser kosmischen Strahlung entstehen, könnten Hinweise auf die Existenz von Antimaterie oder dunkler Materie liefern.

Man geht davon aus, dass beim Urknall gleiche Mengen an Materie und Antimaterie entstanden sind, doch die Antimaterie scheint aus dem heutigen Universum verschwunden zu sein. Man geht davon aus, dass Dunkle Materie weitaus häufiger vorkommt als gewöhnliche Materie, doch bisher konnte sie noch nicht direkt nachgewiesen werden. Der Name ‘DAMA’, den Roberto Vittoris Mission trägt, spiegelt diese Suche nach Dunkler Materie wider.