ESA Kids

Eine 500-tägige Mission zum Mars – in Moskau

A 500 day mission to Mars – in Moscow
Bild aufrufen

Das Weltall ist so riesig, dass eine Reise zum Mars und zurück mehrere Jahre dauert - und das ist einer unserer nächsten Nachbarplaneten. Bevor wir Astronauten auf derartig lange und riskante Flüge schicken, müssen wir so viel wie möglich über die Probleme erfahren, mit denen sie konfrontiert werden. Aus diesem Grund plant die ESA, im Frühjahr 2008 gemeinsam mit der russischen Weltraumagentur eine sechsköpfige Besatzung zum Mars zu senden.

Nein, nicht auf eine wirkliche Mission! Vielmehr handelt es sich dabei um einen simulierten Flug, der „Mars500“ genannt wird. Für diese „Reise“ begibt sich die Mannschaft 500 Tage lang in einen speziellen isolierten Bereich in Moskau. Die in Metalltanks eingeschlossenen Freiwilligen werden bei ihrer Arbeit viele der Situationen durchleben, die sich ihnen auf einer wirklichen Reise zum Roten Planeten stellen würden. Das heißt, dass sie einen Start „erleben“, einen Flug ins All von 250 Tagen, einen Ausflug zur Marsoberfläche und eine lange Heimreise.

Bei der ESA werden derzeit wissenschaftliche Experimente zusammengestellt, die uns Aufschluss über die seelischen und körperlichen Belastungen durch solch lange Missionen geben und Abhilfemaßnahmen liefern sollen. Man fragt sich zum Beispiel, wie die Astronauten damit umgehen, weit weg von zu Hause in engsten Verhältnissen zu leben. Wie reagieren Sie auf plötzliche Notfälle oder Verzögerungen in der Funkverbindung von bis zu 20 Minuten in jede Richtung? Können sie mit einer beschränkten Menge von Lebensmitteln und Getränken ohne Hoffnung auf Nachschub überleben? Werden sie unter Launenhaftigkeit und Schlaflosigkeit leiden? Fangen sie irgendwann an zu diskutieren und sich zu streiten? Hier halten wir dich auf dem Laufenden.