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Aufsetzen auf dem Titan

Christiaan Huygens (1629-1695)
Christiaan Huygens (1629–1695)
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Vor 450 Jahren entdeckte der niederländische Wissenschaftler Christiaan Huygens einen großen Mond, der den Saturn umkreist. Er wurde schließlich nach Titan benannt, einem Riesen der griechischen Sagenwelt.

Titan war wirklich ein Riese - der zweitgrößte Trabant (natürliche Satellit) im Sonnensystem. Aber selbst heute stellt er noch eine Welt voller Geheimnisse dar. Seine Oberfläche ist unter einer Hülle von orangefarbenem Dunst versteckt.

Wissenschaftlern ist bekannt, dass seine dicke Atmosphäre vornehmlich aus Stickstoff besteht, genau wie auf der Erde. Sie enthält auch Methan, das Gas, das wir in unseren Häusern und Fabriken verbrennen.

Aber die Oberflächentemperatur liegt bei minus 180 Grad Celsius. Kalt genug also, um Eis zu produzieren, das so hart wie Stein ist. Und wahrscheinlich zu kalt für Leben, obwohl es tief unter der Oberfläche einen Ozean geben könnte.

Artist view
Künstlerperspektive

Wir können die Geheimnisse des Titans nur aufdecken, indem wir eine Raumsonde zu ihm aussenden. Am 14. Januar wird die ESA-Sonde Huygens mit einem Fallschirm durch seine Atmosphäre hinabsteigen.

Seine sechs Instrumente werden die ersten Aufnahmen der bisher unbekannten Oberfläche liefern und uns Aufschluss darüber geben, wie Titan wirklich aussieht. Huygens wird mit einer Geschwindigkeit von 5 m pro Sekunde auf dem Boden aufschlagen – so, als würde man von einem Stuhl auf den Boden springen.

Wird sie auf festes Eis aufschlagen, in einen Methansee eintauchen oder in einer schleimigen Masse versinken? Schau es dir hier an!