ESA Kids

Ein Schwede im Weltall

Thomas Reiter and Christer Fuglesang on board ISS
Thomas Reiter und Christer Fuglesang an Bord der ISS
Bild aufrufen

Vor 23 Jahren flog Ulf Merbold als erster ESA-Astronaut ins All. Seitdem sind Astronauten zahlreicher ESA-Mitgliedsstaaten in Merbolds Fußstapfen getreten. Nach 14 Jahren Wartezeit ist nun der Moment für Christer Fuglesang gekommen, den ersten Schweden, der je eine Erdumlaufbahn betreten hat.

Die Shuttle-Mission STS-116 hob am 9. Dezember von Cape Canaveral in Florida ab und mit ihr Fuglesang und sechs Kollegen von der NASA. Nach einem zweitägigen Flug dockte die Discovery an die Internationale Raumstation ISS an. Die Astronauten wurden von den drei Männern der Stationsbesatzung, einschließlich dem ESA-Astronauten Thomas Reiter, herzlich empfangen.

View of the ISS after undocking of STS-115
Blick auf die ISS nach dem Abdocken von STS-115

Der Hauptzweck dieses Besuchs besteht in der Weiterführung des Baus dieser riesigen, komplexen Raumstation. Fuglesang wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Er soll an zwei der drei für diese Mission vorgesehenen Weltraumspaziergängen teilnehmen. Am 12. Dezember verlässt er die Raumstation zusammen mit Robert Curbeam für einen sechsstündigen Außenbordeinsatz zur Montage eines neuen Abschnitts der Gitterstruktur (engl. „Truss“). An diesem werden im nächsten Sommer vier Sonnensegel angebracht.

Dasselbe Gespann begibt sich am 14. Dezember auf einen weiteren sechs Stunden langen Weltraumspaziergang. Diesmal rüsten die beiden die Stromversorgung der Raumstation auf, indem sie eine Gruppe neuer Sonnensegel und Radiatoren anschließen. Die enorm großen Bauteile wurden vergangenen September an Bord eines anderen Shuttles angeliefert.

Während seiner 12-tägigen “Celsius”-Mission – benannt nach einem berühmten schwedischen Wissenschaftler – wird Fuglesang zudem eine Reihe wissenschaftlicher Experimente durchführen. Und der ehemalige Frisbee-Meister hofft, die Schwerelosigkeit nutzen zu können, um den Zeitrekord für einen fliegenden Frisbee zu brechen.