Vor zehn Jahren wurde das Forschungslabor Columbus an Bord des Spaceshuttle Atlantis ins All befördert und dort an der Internationalen Raumstation (ISS) angekoppelt. Von diesem Moment an war Columbus der erste permanente europäische bemannte Außenposten im Orbit.
Namensgeber des Labormoduls war der italienische Entdecker Christoph Kolumbus. Auf Segelschiffen überquerte er von 1492 bis 1504 den Atlantik zwischen Spanien und Amerika vier Mal – damals eine unglaubliche Leistung. Diese Sehnsucht nach Neuem inspirierte auch die Erbauer des Columbus-Moduls.

Unser modernes “Columbus” ist ein Hightech-Labor im Weltraum. Es ermöglicht Wissenschaftlern, Experimente unter Schwerelosigkeit durchzuführen und erstaunliche neue Entdeckungen zu machen! Im Inneren von „Columbus“ ist Platz für zehn „Nutzlastgestelle“ – Minilabore von etwa der Größe eines Kühlschranks, von denen jedes für eine andere Versuchsreihe ausgelegt ist. Die ESA betreibt fünf davon:
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Biolab: Untersuchung winziger Organismen, Zellen, kleiner Pflanzen und Insekten.
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Das Physiologielabor (EPM) zur Untersuchung der Auswirkungen von Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper.
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Das Labor für Fluiddynamik (FSL) zur Untersuchung des abnormen Verhaltens von Flüssigkeiten im All.
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Ein unspezifiziertes Modul (EDR) mit allen nötigen Schnittstellen zum schnellen Aufnehmen neuer Experimente.
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Das Transportmodul, in dem Ausrüstungsgegenstände gelagert werden können. Es dient aber auch als Arbeitsstation.
Außen am Columbus-Raumlabor befinden sich auch noch zwei Stationen für Experimente, die dem All direkt ausgesetzt sein müssen. Eine davon dient zur Untersuchung von Materialveränderungen und die andere zur Erforschung der Sonne.

Das Columbus-Labor benötigt zahlreiche Mitarbeiter auf der Erde, die es unterstützen und dafür sorgen, dass alles reibungslos läuft. Sie arbeiten im Columbus-Kontrollzentrum der ESA, das den Spitznamen ‘Col-CC’ trägt. Es befindet sich am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München.
Es befindet sich im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, kurz DLR, in Oberpfaffenhofen bei München. Die dortigen Mitarbeiter arbeiten in Schichten rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche für Columbus. Dabei überwachen und regeln sie die Funktion der Lebenserhaltungssysteme, die Sauberkeit der Atemluft, die Stromversorgung der Experimente, die Temperaturgrenzen und vieles mehr.
Stell dir vor, du dürftest ein Experiment ins Columbus-Modul schicken. Was wäre es und was würdest damit erforschen wollen?
Interessante Tatsache: In den letzten 10 Jahren wurden an Bord von Columbus mehr als 225 Experimente durchgeführt!