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LISA Pathfinder ist gestartet!

LISA Pathfinder mission launched!
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Der ESA-Satellit LISA Pathfinder hob am Donnerstag vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab. Einen guten Start hatte die Mission bereits: An Bord einer Vega-Rakete raste LISA Pathfinder ins All.

Aufgabe von LISA Pathfinder ist es, Untersuchungen zur Gravitation bzw. Schwerkraft anzustellen, also der Kraft, die verhindert, dass wir selbst ins All hinausschweben. Vor 100 Jahren verfasste der berühmte Physiker Albert Einstein seine allgemeine Relativitätstheorie, der bisher beste Erklärungsansatz für das Funktionsprinzip der Gravitation. Die äußerst empfindlichen Instrumente von LISA Pathfinder sollen zur Bestätigung seiner Theorie winzige Wellen im All aufspüren.

An Bord des Satelliten befinden sich deshalb zwei identische Würfel aus einer Gold-Platin-Legierung. Sie werden dort schweben, ohne das Raumfahrzeug zu berühren. Dabei wird ihre genaue Position mittels Laserstrahlen, die zwischen den Würfeln hin- und hergesendet werden, bis auf einen Milliardstelmillimeter genau vermessen! Anhand der gewonnen Daten wollen die Wissenschaftler erfahren, welchen Einfluss die Gravitation auf die Würfel hat.

Nun ist die Mission zwar gestartet, doch es wird noch 10 Wochen dauern, bis der Satellit die optimale Position erreicht. Nach einer abschließenden Überprüfung werden dann über sechs Monate hinweg hochpräzise Messungen vorgenommen, die vielleicht unser Verständnis der Gravitation verändern werden.

Bei der ESA denkt man schon weiter und plant eine Nachfolgemission namens eLISA für das Jahr 2034. Sie soll die Arbeit von LISA Pathfinder fortführen und uns noch mehr über Gravitation verraten.

Interessante Tatsache: LISA Pathfinder verfügt über winzige Triebwerke, die zehnmal pro Sekunde zünden können, um zu verhindern, dass das Raumfahrzeug die Gold-Platin-Würfel berührt.