Wenn Sie in den kommenden Monaten nach einem wolkenlosen Sonnenuntergang in Richtung Westen blicken, können Sie einen strahlenden “Abendstern“ nicht übersehen. Doch dieser blendende Anblick ist kein Stern. Es ist der Planet Venus, das Ziel der neuesten europäischen Mission in den Weltraum.
Zwei Venusjahre (500 Erdjahre) lang soll die Raumsonde in einer Höhe zwischen 250 und 66.000 km über den Venuspolen fliegen und die dicke Wolkendecke und Atmosphäre des nächsten Nachbarplaneten unserer Erde erforschen.
Das Raumschiff wird in einer Höhe zwischen 250 und 66.000 km über den Polen der Venus kreisen und zwei Venusjahre (500 Erdentage) damit verbringen, die dichte Wolkendecke und die Atmosphäre des nächsten Nachbarplaneten der Erde zu untersuchen.

Mehr als 20 russische und amerikanische Raumfahrzeuge wurden zur Erforschung des zweiten Planeten von der Sonne aus ins All geschickt, doch viele Rätsel bleiben weiterhin ungelöst:
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Wie hoch sind die Temperatur und die Zusammensetzung der Atmosphäre?
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Wie dreht sich die Atmosphäre?
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Wie verändert sich ihre Zusammensetzung zwischen oben und unten?
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Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Venusoberfläche und der Atmosphäre?
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Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen der oberen Atmosphäre und den Sonnenwinden?
Sieben wissenschaftliche Instrumente an Bord von „Venus Express“ werden versuchen, diese Rätsel zu lösen.
Wie der Name schon sagt, wurde Venus Express in einer für Planetensatelliten besonders kurzen Zeit, nämlich nur drei Jahren, entworfen und gebaut. Ähnlich wie der erfolgreiche ESA-Orbiter Mars Express wurde die Raumsonde an die hohen Temperaturen und starken Strahlungen in der Nähe der Venus angepasst. Den meisten ihrer Instrumente liegen Geräte zugrunde, die für die Missionen Mars Express und Rosetta entwickelt wurden.