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ESA-Raumsonde ExoMars auf der Suche nach außerirdischem Leben

ESA’s ExoMars searches for alien life
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Habt ihr euch schon einmal gefragt, ob auf anderen Planeten unseres Sonnensystems vielleicht auch Leben existiert? Viele Forscher glauben beispielsweise, dass es auf dem Mars einfache Mikroben geben könnte – Lebewesen, die nur unter dem Mikroskop zu erkennen sind. Sie zu finden, wäre eine der wichtigsten Entdeckungen aller Zeiten, und genau das ist die Mission von ExoMars!

Für März 2016 ist der Start des ersten Teils der Mission geplant. Ein Raumfahrzeug namens „Trace Gas Orbiter“ (deutsch: Spurengas-Raumsonde) wird den Mars umkreisen und nach chemischen Stoffen suchen, die durch den Stoffwechsel von Lebewesen entstanden sein könnten. Solche Funde könnten Hinweise darauf geben, wo Leben auf dem Mars zu finden ist.

Parallel dazu wird der Begleiter des „Trace Gas Orbiter“, ein kleiner Lander namens „Schiaparelli“, zur Marsoberfläche fliegen und dort sichere Landetechniken auf dem Mars erproben. Schiaparelli ist mit Sensoren und Instrumenten ausgestattet, mit deren Hilfe die Forscher auf der Erde den Landevorgang genau verfolgen können. Anhand dieser Daten kann die nächste Generation von Mars-Landern weiter optimiert werden!

Der zweite Teil der ExoMars-Mission ist für das Jahr 2018 vorgesehen. Die Landung des Hightech-Roboters „ExoMars Rover“ auf dem Mars wird sich auf die Erkenntnisse der Landetests von Schiaparelli stützen. Ziel der Mission des Rovers ist es, nach organischem Material zu suchen.

Eine Besonderheit des ExoMars Rovers ist, dass er Bodenproben aus zwei Meter Tiefe entnehmen kann. In dieser Tiefe sind Lebewesen vor der tödlichen Strahlung geschützt, die auf die Oberfläche des Planeten trifft. Bei keiner anderen Mission war das bisher möglich! Der ExoMars Rover wird dann seine Daten an den Trace Gas Orbiter senden, der sie an die neugierigen Wissenschaftler auf der Erde weiterleitet.

Viele Menschen sind von der ExoMars-Mission begeistert, da sie uns die bislang beste Chance bietet, Leben auf dem Mars zu entdecken … falls es dort denn gibt. Wir müssen nicht mehr allzu lange warten, um das herauszufinden!

Interessante Tatsache: Zur Durchführung der ExoMars-Mission hat sich die ESA mit der russischen Weltraumbehörde (Roskosmos) zusammengetan.