ESA Kids

Klimawandel: das Eis unter unseren Füßen wird immer dünner

Humans are walking on thin ice with climate change!
Bild aufrufen

Wer das Wort „Satellit“ hört, denkt wahrscheinlich als Erstes an Teleskope wie Hubble, die tief ins All blicken. Doch tatsächlich sind viele Satelliten auf die Erde ausgerichtet, um Daten zu erfassen, mit denen wir unsere Umwelt besser verstehen können und die uns im Alltag nützen.

So wissen wir dank Wettersatelliten zum Beispiel, wann wir uns auf ein Unwetter gefasst machen müssen und wann wir Sonnencreme brauchen werden. Kommunikationssatelliten sorgen dafür, dass wir praktisch überall auf der Welt per Telefon und Internet erreichbar sind. Und dann gibt es da noch Satelliten wie Sentinel-1A und CryoSat von der ESA, die die arktischen Eiskappen ausmessen.

Dank dieser beiden Satelliten wissen wir unter anderem, dass eine solche Eiskappe, der Gletscher Austfonna, in den letzten zwei Jahren um 50 Meter dünner geworden ist. (So hoch ist das Reichstagsgebäude in Berlin!)

Eiskappen sind riesige Eismassen, die an den Nord- und Südpolen der Erde liegen. Die Eiskappen schmelzen nicht saisonal und gefrieren auch nicht wieder, sondern können aufgrund von Klimaveränderungen wachsen und schrumpfen. So sind die Polkappen beispielsweise während der Eiszeiten deutlich größer geworden. Derzeit schrumpfen die Polkappen jedoch, höchstwahrscheinlich aufgrund der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung.

Das dabei entstehende Schmelzwasser gelangt in die Ozeane und lässt den Meeresspiegel ansteigen. Die Folge sind häufigere Überflutungen und weniger Landmasse, auf der wir leben und die wir landwirtschaftlich nutzen können! Deshalb sind Erdbeobachtungssatelliten so wichtig: Sie helfen uns, den Grund für die Schmelze herauszufinden und ihre Folgen für unsere Zukunft abzuschätzen.