Viele berühmte WissenschaftlerInnen haben faszinierende Dinge über den Weltraum entdeckt. Wusstest du, dass eine große Anzahl von ihnen Frauen waren? Sie haben Erstaunliches geleistet: Sie haben knifflige Probleme gelöst, coole Erfindungen gemacht und Menschen dazu inspiriert, von den Sternen und anderen Dingen zu träumen. Von der Betrachtung von Planeten durch Teleskope über die Entdeckung neuer Sterne bis hin zum Flug ins All - Frauen haben einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Weltraums geleistet!
Vor langer Zeit haben Frauen wie Caroline Herschel, Katherine Johnson und Walentina Tereschkowa Unglaubliches geleistet, um uns zu helfen, den Weltraum zu verstehen, in dem wir uns befinden. Valentina Tereschkowa war 1963 die erste Frau, die ins All flog. Sie war erst 26 Jahre alt, als sie mit dem Raumschiff Wostok 6 abhob! Ihre Tapferkeit zeigte anderen Frauen, dass auch sie den Weltraum erforschen können. Seitdem haben 75 unglaubliche Frauen, wie die britische Astronautin Helen Sharman und die französischen und italienischen ESA-Astronautinnen Claudie Haigneré und Samantha Cristoforetti, die Erde verlassen. Ihre Geschichten inspirieren Menschen auf der ganzen Welt, davon zu träumen, Ingenieurin, Wissenschaftlerin oder Astronautin zu werden!
Frauen haben auch unsere Sichtweise auf das Universum verändert. Jocelyn Bell Burnell entdeckte etwas, das noch nie zuvor gesehen worden war: winzige Sterne, die sich extrem schnell drehen – wie ein Leuchtturm! Aufgrund ihres pulsierenden Verhaltens nannte sie sie „Pulsare“. Obwohl sie diese Entdeckung ganz allein gemacht hatte, als sie noch Studentin war, wurde der Nobelpreis für ihre Arbeit nicht ihr, sondern ihren männlichen Kollegen verliehen. Doch Jocelyn ließ sich davon nicht aufhalten, sie machte weiter und inspirierte viele Frauen dazu, ebenfalls Weltraumwissenschaften zu studieren! Ihre Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, nicht aufzugeben, auch wenn es mal schwierig wird.

Frauen leisten unglaubliche Forschungsarbeit und fliegen ins All, aber sie sind auch die wichtigen Ingenieurinnen, Programmiererinnen und Wissenschaftlerinnen, die wir brauchen, um Missionen zum Erfolg zu führen. Vor mehr als 100 Jahren gab es zum Beispiel eine Gruppe von Frauen, die sich ‘The Harvard Computers’ nannte. Sie beschäftigten sich damit, die Eigenschaften von Sternen zu untersuchen und zu dokumentieren, noch bevor es Maschinen gab, die diese Berechnungen übernehmen konnten. Eine von ihnen, Annie Jump Cannon, untersuchte Hunderttausende von Sternen und entwickelte eine Methode, sie zu ordnen, die wir noch heute verwenden! Das war zu einer Zeit, als „Computer“ noch Menschen waren, die Berechnungen durchführten – es waren keine Roboter, sondern sehr kluge Frauen!
Heute arbeiten Tausende von Frauen im Raumfahrtsektor, und obwohl es noch nicht ausgewogen ist, arbeitet die ESA daran, mehr Frauen in die Raumfahrt einzubeziehen und zu integrieren. Es gibt viele Geschichten von Frauen, die im MINT-Bereich ( Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) bei der ESA arbeiten und die Weltraumwissenschaft vorantreiben - von Simonetta Cheli, der Direktorin des ESA-Erdbeobachtungsprogramms, die bei der Leitung von Missionen zur Erforschung unseres Planeten aus dem Weltraum mitwirkt, bis hin zu jungen Praktikantinnen, die ESA-Missionen helfen und unterstützen.
Die Reise für Frauen im Weltraum hat gerade erst begonnen. Mit jeder ihrer Weltraummissionen inspirieren die Astronautinnen neue Menschen zu großen Träumen und zeigen allen, dass auch sie an den größten Abenteuern der Menschheit teilhaben können. Das Artemis-Programm will die ersten Frauen auf dem Mond landen lassen! Und 2019 haben zwei NASA-Astronautinnen, Christina Koch und Jessica Meir, den ersten Weltraumspaziergang nur von weiblichen Astronautinnen durchgeführt. Sie stiegen aus der Internationalen Raumstation aus, um das Stromversorgungssystem zu reparieren, und zeigten damit, dass Frauen bei jedem Schritt der Weltraumforschung eine wichtige Rolle spielen.
Die Zukunft der Weltraumforschung sieht vielversprechend aus, und immer mehr Frauen werden Teil dieses Abenteuers sein! Die ESA hat kürzlich die 17 Mitglieder der neuen Astronautenklasse vorgestellt, von denen die Hälfte beeindruckende Frauen sind, die ausgewählt wurden, um der Wissenschaft in Europa und im Weltraum neue Wege zu ebnen!

Sophie Adenot aus Frankreich ist eine dieser Astronautinnen und wurde für ihre erste Mission zur Internationalen Raumstation im Jahr 2026 ausgewählt. Sophie ist eine talentierte Hubschrauberpilotin und Ingenieurin mit über 3.000 Flugstunden, die in die Fußstapfen anderer weiblicher Weltraumpionierinnen treten wird. Zu ihr gesellt sich Rosemary Coogan, eine Astronomin und Physikerin aus Großbritannien, die an Missionen wie Euclid und dem James-Webb-Weltraumteleskop mitgearbeitet hat. Meganne Christian aus Großbritannien, Anthea Comellini aus Italien, Sara García Alonso aus Spanien, Carmen Possnig aus Österreich, Amelie Schoenenwald aus Deutschland und Nicola Winter aus Deutschland sind alle Mitglieder der Astronautenreserve und werden die Grundausbildung beginnen, falls für eine Mission zusätzliche Unterstützung benötigt wird. Dies zeigt, dass noch mehr Frauen bereit sein werden, sich zu engagieren und die Welt jenseits unseres Planeten zu erkunden.
Vielleicht wirst du eines Tages diejenige sein, die Raketen entwickelt, neue Planeten entdeckt oder sogar den Mond betritt! Wie die erste französische Frau im Weltraum, Claudie Haigneré, einmal sagte: „Trau dich!“ Das bedeutet: Sei mutig, verfolge deine Träume und glaube an dich und deine Fähigkeiten. Die Sterne warten auf dich, greif nach ihnen!