Wissenschaftler vermuten, dass sich unter der eisigen Oberfläche der Jupitermonde riesige Ozeane befinden könnten. Die JUICE-Mission der ESA soll klären, ob es in diesen Ozeanen Leben geben könnte und ob es um Gasriesen wie Jupiter herum bewohnbare Welten gibt. Die ESA war damit beschäftigt, die elf wissenschaftlichen Experimente auszuwählen, mit denen der Riesenplanet und seine Monde untersucht werden sollen.
Die Mission „JUICE“ (JUpiter ICy moons Explorer) soll 2022 starten. Die Sonde wird acht Jahre brauchen, um Jupiter zu erreichen – den größten Planeten unseres Sonnensystems. Mindestens drei Jahre lang sollen Jupiter und drei seiner größten Eismonde, nämlich Ganymed, Kallisto und Europa, beobachtet werden.
Die Himmelskörper werden mit Kameras und Spektrometern zur Lichtmessung, einem Laser-Höhenmesser und einem speziellen Eis-Radar untersucht. Weiterhin umfasst die Missionsausrüstung auch ein Magnetometer zur Messung magnetischer Felder. Die Instrumente werden von einem Team von Wissenschaftlern aus 15 europäischen Ländern sowie aus den USA und Japan entwickelt.
Zum Schluss wird JUICE in die Umlaufbahn um Ganymed einschwenken, um die Eisoberfläche und innere Struktur dieses Mondes einschließlich seines unter der Oberfläche verborgenen Ozeans zu erforschen. Ganymed ist der größte Mond im Sonnensystem und der einzige, von dem bekannt ist, dass er sein eigenes Magnetfeld erzeugt.
“Jupiter und seine Eismonde bilden gewissermaßen ein eigenes Mini-Sonnensystem und bieten europäischen Wissenschaftlern und unseren internationalen Partnern die Möglichkeit, mehr über die Entstehung potenziell bewohnbarer Welten um andere Sterne zu erfahren”, sagt Dmitrij Titov, JUICE-Studienwissenschaftler der ESA.