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Die Internationale Raumstation

The International Space Station
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Die Internationale Raumstation ist das größte Objekt, das je in den Weltraum befördert wurde. Sie fliegt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27.700 km/h um die Erde, wobei sie die Erde 16 Mal täglich umkreist. Nachts kann man sie problemlos von der Erde aus sehen, während sie in 320 Kilometern Höhe über unsere Köpfe fliegt. Am Bau der Raumstation haben 16 Länder einschließlich der USA, Russland, Japan, Kanada und einer Reihe von ESA-Mitgliedsstaaten zusammengearbeitet.

Der größte Teil der ISS besteht aus einem langen, zentralen Träger, dem sogenannten „Truss“, an dem acht riesige Solarflügel (mit jeweils zwei Solarmodulen) angebracht sind, die die Station mit Strom versorgen. Die Module, in denen die Astronauten leben und arbeiten, sind in der Mitte des Trusses befestigt. Europas größtes ISS-Projekt ist das Wissenschaftslabor „Columbus“, in dem Astronauten wissenschaftliche Experimente unter Schwerelosigkeit durchführen können. Sowohl innerhalb als auch außerhalb dieses Weltraumlabors können viele verschiedene Arten von Experimenten durchgeführt werden.

Europas größtes ISS-Projekt ist das wissenschaftliche Labor Columbus. Hier können Astronauten wissenschaftliche Experimente unter Bedingungen der Schwerelosigkeit durchführen. Eine Vielzahl von Experimenten können sowohl im Inneren als auch außerhalb des Weltraumlabors stattfinden.

Das „Advanced Closed Loop System“ (ACLS) der ESA ist ein wichtiger Bestandteil der ISS, da es unseren Astronauten beim Atmen hilft, indem es das von ihnen ausgeatmete Kohlendioxid in Sauerstoff umwandelt! Viele Jahre lang wurde Sauerstoff aus Wasser (das aus Wasserstoff und Sauerstoff besteht) gewonnen, das von der Erde mitgebracht wurde. Doch mit diesem neuen System können die Astronauten jedes Jahr genug Wasser einsparen, um eine große Badewanne zu füllen (und dabei viel Geld sparen)! Dieses System ist für zukünftige Weltraummissionen zum Mond und zum Mars von großer Bedeutung, da es den Astronauten ermöglicht, länger im Weltraum zu leben, ohne so viele Vorräte von der Erde zu benötigen.

Sobald die Astronauten auf der ISS angekommen sind, verbringen sie dort in der Regel etwa sechs Monate, führen wissenschaftliche Experimente durch und kümmern sich um die Station. Die ISS verfügt über mehr Wohnraum als ein normales Haus mit sechs Schlafzimmern, darunter Schlafräume, Badezimmer, ein Fitnessraum und ein spezielles, von der ESA gebautes Fenster namens „Cupola“, das den Astronauten einen 360-Grad-Blick auf die Erde bietet.

Insgesamt haben mehr als 3.600 Forscher über 2.500 Experimente an Bord der ISS durchgeführt. Die Astronauten haben auch etwas Freizeit, um aus dem Fenster zu schauen, mit ihren Familien zu plaudern und ihren Hobbys nachzugehen!