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Das Nordlicht

Aurora borealis
Aurora borealis
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Hast Du schon einmal das Nordlicht gesehen? Es sieht aus wie ein wehender Vorhang aus strahlend farbigem Licht am Nachthimmel, wunderschön und ein unvergessliches Erlebnis für alle, die das Glück hatten, es einmal zu sehen. Aber wie entsteht das Nordlicht?

Alles beginnt mit unserem nächsten Stern, der Sonne. Die Sonne ist unglaublich energiereich und erzeugt ständig den sogenannten Sonnenwind – einen Strom winziger Teilchen. Diese fliegen hinaus in den Weltraum und werden vom Magnetfeld, das die Erde umgibt, abgelenkt.

Das ist normalerweise alles. Aber manchmal kommt es auf der Sonne zu gewaltigen Eruptionen, die den Sonnenwind enorm verstärken. Bei diesen Sonneneruptionen bekommen die geladenen Teilchen so viel Energie, dass sie nicht mehr vom Erdmagnetfeld abgelenkt werden, sondern damit kollidieren.

Dann bewegen sich die Sonnenwindteilchen entlang des irdischen Magnetfelds in Richtung der Pole. Schließlich kommt es zu einer Wechselwirkung zwischen den Sonnenwindteilchen und den Gasen in der Erdatmosphäre. Die dabei frei werdende Energie ist als Lichterscheinung zu sehen. Wenn Sonnenwindteilchen auf Stickstoff treffen, entstehen wunderbare Blau- und Violetttöne, bei Sauerstoff ein leuchtendes Grün. Diese Farben sehen wir als Nordlicht.

Übrigens nennt man die polare Lichterscheinung nur auf der nördlichen Halbkugel Nordlicht, auf der südlichen heißt sie Südlicht und zusammenfassend spricht man von Polarlicht. Außerdem ist die Erde nicht der einzige Planet mit Polarlichtern. Auch andere Planeten unseres Sonnensystems wie Saturn und Jupiter haben ein Magnetfeld. Auch dort kollidieren die Sonnenwindteilchen mit dem Magnetfeld, genau wie hier auf der Erde! Würdest Du gerne zu einem anderen Planeten fliegen und dort das Polarlicht beobachten?

Interessante Tatsache: Die Aurora ist nach der römischen Göttin der Morgenröte benannt.