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Satellitenzwilling Sentinel-1B jetzt auch im All

Satellite twin Sentinel-1B launched into space
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Der ESA-Satellit Sentinel-1B und seine empfindliche Ausrüstung sind gestern ins All gestartet! Er hob an Bord einer mächtigen Sojus-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guyana, ab.

Sentinel-1B ist der Zwillingssatellit von Sentinel-1A, der sich bereits in einer Umlaufbahn um die Erde befindet. Nun werden die beiden unseren Planeten gemeinsam umkreisen und sich dabei immer genau „gegenüberstehen“. Das heißt, wenn sich der eine auf der Tagseite der Erde befindet, dann befindet sich der andere auf der Nachtseite. Auf diese Weise können sie die Erde viel wirksamer überwachen, als es ein Satellit allein je könnte.

Die Sentinels sind mit empfindlichen Instrumenten ausgestattet, darunter einem Radarsystem für Aufnahmen von der Erdoberfläche, das selbst dichte Wolkendecken und Regen durchdringt. Damit werden die Eiskappen der Pole vermessen, Ölteppiche beobachtet, Wälder kartografiert, die Fauna der Weltmeere überwacht und vieles mehr.

An Bord der Trägerrakete von Sentinel-1B befanden sich auch drei Kleinsatelliten, genannt CubeSats. Wie der englische Name schon sagt, sind CubeSats würfelförmig. Die kleinen Satelliten sind an jeder Seite nur 10 cm lang! Durch ihre kompakten Abmessungen und ihr geringes Gewicht ist ihr Transport ins All einfacher und kostengünstiger.

Die drei CubeSats in Begleitung von Sentinel-1B sind das Ergebnis einer studentischen Forschungsarbeit, die die ESA mit dem Programm „Fly Your Satellite“ unterstützt. Erforscht werden unter anderem spezielle Solarzellen für die Energiegewinnung.

Interessante Tatsache: Auch ein vierter Satellit wurde von Sentinel-1B mitgenommen. Er trägt den Namen MicroSCOPE, wurde von der französischen Raumfahrtbehörde (CNES) entwickelt und wird physikalische Experimente durchführen.