Bilder, die von Raumsonden wie der „Mars Express“ der ESA übermittelt wurden, zeigen, dass der Mars viele große Einschlagkrater aufweist. Die meisten davon befinden sich südlich des Äquators. Sie scheinen durch Meteoriteneinschläge entstanden zu sein, die vor Milliarden von Jahren auf die Oberfläche prallten. Der größte Krater hat einen Durchmesser von etwa 1.800 km – groß genug, um die Hälfte Europas zu verschlingen.
Die Oberfläche des Mars hat sich jedoch im Laufe seiner Geschichte verändert. Ein auffälliges Merkmal ist das riesige Talsystem – die Valles Marineris – in der Nähe des Äquators des Planeten. Mit einer Länge von etwa 5.000 km würde es sich von Paris bis nach New York erstrecken.

Die Täler scheinen durch Risse in der Oberfläche des Planeten entstanden zu sein, als sich die Gesteinskruste dehnte und auseinanderzog. Die Täler sind mittlerweile so breit, dass eine Person, die an einem Rand steht, die andere Seite nicht sehen könnte.

Nicht weit davon entfernt in Richtung Westen liegen fünf riesige Vulkane. Der beeindruckendste davon ist Olympus Mons, der größte Vulkan im ganzen Sonnensystem. Er ist größer als England und dreimal höher als Mount Everest, der höchste Berg der Erde. Keiner dieser Vulkane ist derzeit aktiv.