ESA Kids

Neue Karten aus dem Weltraum helfen bei der Rettung der Berggorillas

Mountain gorilla in Kahuzi Biega National Park
Mountain gorilla in Kahuzi Biega National Park
Bild aufrufen

Der Berggorilla ist einer unserer nächsten Verwandten im Tierreich. Leider gehören diese intelligenten Menschenaffen auch zu den am meisten bedrohten Tierarten auf der Welt. Der Bestand ist auf weniger als 700 Tiere zusammengeschmolzen, die in den Bergwäldern Zentralafrikas leben.

In den vergangenen zwei Jahren haben die ESA und die UNESCO Satelliten im Kampf gegen Wilderer eingesetzt.

Im Bestreben, diese bemerkenswerten Lebewesen vor dem Aussterben zu bewahren, wurden mithilfe von Bildern aus dem Weltraum Karten der unzugänglichen Wälder erstellt, in denen die Berggorillas leben. Der Abschluss dieses Programms wurde am 7. April bei einer Zusammenkunft in der ESA-Hauptverwaltung in Paris bekannt gegeben.

Die Kartierung der zerklüfteten Berge und der undurchdringlichen Wälder vom Boden aus ist extrem schwierig und zeitaufwändig. Auch wenn diese Gebiete oft wolkenverhangen sind, können Satelliten diese Arbeit sehr viel schneller erledigen.

Satellite images highlighting land cover change in Virunga
Satellitenbilder, die Veränderungen der Bodenbedeckung im Virunga-Gebiet verdeutlichen

Die Karten aus dem Weltraum zeigen den exakten Verlauf der Nationalparkgrenzen und die Verbreitungsgebiete der verschiedenen Pflanzen, von denen sich die Gorillas ernähren. Sie können auch zur Planung des zukünftigen Tourismus in den Parks genutzt werden.

“Diese Karten werden uns helfen, unsere Maßnahmen zur Bekämpfung der Wilderei effektiver zu gestalten”, sagte Eulalie Bashige aus der Demokratischen Republik Kongo.

“Nach all der Zeit und der harten Arbeit ist es spannend, die fertigen Karten und Produkte endlich in den Händen zu halten”, sagte Maryke Gray vom International Gorilla Conservation Programme.

Der Berggorilla ist in fünf Nationalparks beheimatet. Drei davon wurden von den Vereinten Nationen zum Weltnaturerbe ernannt.