{"id":373,"date":"2018-08-13T11:39:00","date_gmt":"2018-08-13T09:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kids.esa.int\/earth_is_surprisingly_squishy\/"},"modified":"2026-10-08T00:27:25","modified_gmt":"2026-10-07T22:27:25","slug":"earth_is_surprisingly_squishy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kids.esa.int\/de\/earth_is_surprisingly_squishy\/","title":{"rendered":"Unsere Erde ist \u00fcberraschend weich"},"content":{"rendered":"<div class=\"lede\">\n<p>Vor 20.000 Jahren herrschte auf der Erde Eiszeit. Der Gro\u00dfteil unseres Planeten war von Eis bedeckt, oftmals 3 km dick, so wie heute noch in Gr\u00f6nland und der Antarktis. Forscher haben nun untersucht, wie sich die Erdoberfl\u00e4che unter einer dicken Eisschicht ver\u00e4ndert und was passiert, wenn dieses Eis schmilzt. Dabei haben sie eine unerwartete Entdeckung gemacht.<\/p>\n<\/div>\n<p>Die harte, felsige Erdkruste \u2013 zu der auch der Boden geh\u00f6rt, auf dem wir gehen \u2013 ruht auf einer 2900 km dicken Schicht, dem sogenannten Mantel. Dieser ist relativ weich und verh\u00e4lt sich wie eine dickfl\u00fcssige Substanz. Wenn die dar\u00fcber liegende Kruste schwerer ist \u2013 wie es in der Vergangenheit der Fall war, als sie mit Eis bedeckt war \u2013, wird der Mantel zusammengedr\u00fcckt. W\u00e4hrend der letzten Eiszeit sank das Land unter dem dicksten Eis um bis zu 500 m ab!<\/p>\n<p>Als nach und nach der Gro\u00dfteil des Eises schmolz, wurde die Last, die auf den Erdmantel dr\u00fcckte, immer geringer, sodass auch der Erdmantel wieder nach oben stieg. Auch heute noch dehnt er sich aus, wenn auch langsamer. Die Erde verh\u00e4lt sich also \u00e4hnlich wie deine Matratze \u2013 wenn du darauf liegst, wird sie zusammengedr\u00fcckt und es entsteht eine Delle. Aber wenn du aufstehst, kehrt die Matratze wieder in ihre urspr\u00fcngliche Form zur\u00fcck.<\/p>\n<p><i>Die Westantarktis hebt sich. Copyright: Planetary Visions (Bildquelle: ESA\/Planetary Visions)<\/i>.<\/p>\n<p>Eine Gruppe von Forschern hat nun mithilfe von GPS-Daten (GPS = Global Positioning Satellite) die H\u00f6he der Antarktis vermessen. Da diese sich noch immer unter einer dicken Eisschicht befindet, wenn auch nicht so viel wie bei der letzten Eiszeit, k\u00f6nnte man annehmen, dass die Landmasse nur langsam aufsteigt. Umso \u00fcberraschter waren sie von dem Forschungsergebnis, dass sie an dieser Stelle der Erde schneller als nirgends sonst an H\u00f6he zunimmt. Das ist \u00e4u\u00dferst interessant, denn es gibt Aufschluss dar\u00fcber, wie der darunterliegende Mantel beschaffen sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\" data-width=\"3508\" data-credit=\"ESA \/AOES Medialab\" data-detail-url=\"https:\/\/www.esa.int\/ESA_Multimedia\/Images\/2018\/08\/GOCE_in_orbit\" data-licence=\"ESA Standard Licence\" data-licence-url=\"https:\/\/www.esa.int\/ESA_Multimedia\/Terms_and_conditions_of_use_of_images_and_videos_available_on_the_esa_website\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" style=\"max-width:100%;height:auto\" src=\"https:\/\/www.esa.int\/var\/esa\/storage\/images\/esa_multimedia\/images\/2018\/08\/goce_in_orbit\/17888505-2-eng-GB\/GOCE_in_orbit.jpg\" alt=\"GOCE in orbit\"><figcaption>GOCE in der Umlaufbahn<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zur Unterst\u00fctzung der Forschung verwendeten die Wissenschaftler Daten einer ESA-Weltraummission namens \u201eGravity field and steady-state Ocean Circulation Explorer\u201c, abgek\u00fcrzt GOCE. GOCE verma\u00df das Gravitationsfeld der Erde \u2013 eine clevere M\u00f6glichkeit, um herauszufinden, was sich unter der Erdoberfl\u00e4che abspielt. Wenn sich unter der Oberfl\u00e4che viel dichtes Material befindet, dann ist das Gravitationsfeld etwas st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt. So k\u00f6nnen wir anhand von GOCE-Daten ablesen, wie fest der Erdmantel ist.<\/p>\n<p>Die GOCE-Mission endete zwar bereits 2013, aber ihre Daten sind noch immer \u00e4u\u00dferst n\u00fctzlich! Sie haben gezeigt, dass der Erdmantel viel weicher ist als urspr\u00fcnglich angenommen. Er ist recht fl\u00fcssig und bewegt sich schnell \u2013 das erkl\u00e4rt auch den schnellen Aufstieg von Festland, wie er in der Antarktis beobachtet wurde.<\/p>\n<p>Diese Forschung ist ideal, um mehr \u00fcber das Innere unseres Heimatplaneten herauszufinden.<\/p>\n<p><b>Interessante Tatsache:<\/b> GOCE wurde ohne viele der bei anderen Raumfahrzeugen \u00fcblichen beweglichen Teile konstruiert, da Bewegungen die Schwerkraftmessungen beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnten!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20,000 years ago, Earth was in an Ice Age! Most of our planet was covered in ice, in many places 3km thick, like parts of Antarctica and Greenland today. 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