Zu den vielen wissenschaftlichen Errungenschaften von Huygens gehört auch die erste Aufzeichnung von Geräuschen, die jemals aus einer fremden Welt an uns zurückgesendet wurde.
Während des langen Abstiegs am Fallschirm durch die dichte Atmosphäre des Mondes wurden die Klänge des Titans mit einem außen an der Sonde angebrachten „Mikrofon” aufgenommen.
Gleichzeitig sendete der Radarhöhenmesser an Bord von Huygens Radiosignale aus, die als Echos von der Titanoberfläche abprallten.
1. Mit Vollgas durch den Dunst des Titan

.myLink {color:blue}.myLink:hover {color:aa3333;text-decoration:underline}Diese Aufnahme ist eine Rekonstruktion der Geräusche, die Huygens’ Mikrofon aufgefangen hat. Mehrere Tonaufnahmen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommen wurden, wurden zu einer einminütigen Tonaufnahme zusammengefügt.
Das Ergebnis ist eine realistische Nachbildung dessen, was ein Passagier an Bord der „Huygens“ während des Abstiegs gehört hätte. Schwankungen in der Lautstärke können durch Sturmwinde, Regen oder Donner verursacht werden.
Datei 1: Akustik während des Sinkflugs
2. Radarechos von der Oberfläche des Titan
.myLink {color:blue}.myLink:hover {color:aa3333;text-decoration:underline}Diese Aufnahme entstand, indem einige der Radarechos, die Huygens während der letzten Kilometer seines Abstiegs empfangen hat, in Töne umgewandelt wurden. Je näher die Sonde dem Boden kommt, desto höher werden die Tonhöhe und die Lautstärke – ähnlich wie beim Aufheulen eines Motorrads.
Durch die Analyse der Echos können Wissenschaftler die Höhenänderungen der Sonde berechnen. Möglicherweise lassen sich daraus sogar Rückschlüsse darauf ziehen, ob die Oberfläche fest oder flüssig, rau oder glatt war.
Datei 2: Radar-Umrechnung
Bildquelle: ESA/NASA/ASI/HASI-Team (M. Fulchignoni)